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China – Gansu – Tibetische Hochebene - Seite 4

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China – Gansu – Tibetische Hochebene
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Nach weiteren 20km kommen wir in Luqu an. Finden ein nettes und günstiges Hotel. Warm, Dusche, Ruhe, Schlaff. Tut gut. Das Dorf erweist sich als hübsch. Ein Abendsparziergang macht die Welt wieder etwas sympathischer.

Am nächsten Tag wollen wir Langmusi erreichen. Ein weiteres Dorf mit Tibetern und gleich zwei Kloster. Das Dorf liegt an der Grenze der Provinzen Gansu und Sichuan. So gibt es ein Kloster in Gansu und eines in Sichuan. Der Tag zieht sich in die Länge, immer wieder erklimmen wir Pässe um die 3500 m.ü.M. Die Hochebene ist wunderschön und grün. Es hat tausende von Yaks hier oben. Wenn die kleinen Yaks umher rennen halten sie ihren buschigen Schwanz in die Höhe, dies sieht dann aus wie ein rennendes Eichhörnchen. Sehr amüsant. Auf einem Feld neben einem Dorf stehen viele Frauen. Zuerst denke ich sie Tanzen. Nein sie spinnen. Mit einem alten Velorad werden die Fäden gedreht und ca. 5 Frauen ziehen die Fäden in die Länge.

In Langmusi finden wir ein Gasthaus, das im tibetischen Stil gebaut ist. Alles aus Holz und viele Schnitzereien. Ist sehr gemütlich, vor allem die Wärmedecke im Bett macht die kalten Nächte sehr angenehm.

Um die Klosteranlage zu besichtigen müssen wir 30 Y bezahlen, sind aber etwas enttäuscht, alle Tempel sind geschlossen. Das "Klosterdorf" erinnert mich an ein Schweizer Bergdorf. Die Häuser haben Schindeldächer, welche mit Steinen befestigt sind.

Wieder einmal erfahren wir, das bei den Chinesen nicht immer in der Packung ist, was auf der Packung steht. Kaufen ein Eis, welches auf der Packung mit Schokolade und Nüssen überzogen ist und innen einen Schokoladen Kern hat. Nein es ist ein Erdbeer-Wasser-Eis, ungeniessbar. Wir lachen uns halb kaputt. Besuchen noch eine Bar mit chinesischen Photographie Studenten, diese scheinen aus einer grösseren Stadt zu kommen. Sie starren uns nicht an und lassen uns einfach in Ruhe. Sehr angenehme Stimmung.

Am nächsten Morgen sollte es eigentlich weiter gehen, bin etwas Rastlos. Der Wecker geht um 7.00 Uhr, es regnet. 8.00 Uhr, es regnet. Gehen Frühstücken, es regnet und ist kalt. Wir entscheiden uns zu bleiben. Nach dem Regen machen wir eine kleine Wanderung dem Flüsschen hinter dem Kloster entlang. Es hat ein paar Grotten und viele Gebetsfahnen. Das Tal wird immer weiter und schöner, leider müssen wir umkehren, da es bald eindunkelt.

Zum Dessert nach dem Nachtessen versuchen wir das Yakjogurth, es ist sehr cremig und wird mit etwas Zucker serviert. Ein Hit! Schade, dass ich dies nicht früher entdeckt habe. Als der Mann am Tisch neben uns sein Nachtessen erhält, sind wir froh, dass wir bereits gegessen haben. Es verschlägt uns den Appetit. Ein Schafmagen gefüllt mit heissen Steinen, Wasser und Schaffleisch. Der Dampf sinkt grauenhaft nach einem alten Schaffurz. Der Magen wird aufgeschlitzt und der Mann verschlingt genüsslich das Fleisch. Dazu isst er Tomaten mit Zucker und trinkt eine Flasche Schnaps. Dankend lehnen wir sein Angebot ab, etwas zu kosten.

Nun will ich aber wirklich weiter. Es schneit am nächsten Morgen. Wir bleiben etwas länger beim Frühstück sitzen. Die Frau vom Restaurant hat Mitleid mit uns. Unsere bepackten Fahrräder stehen vor der Türe. Um uns zu motivieren entschliessen wir heute bis nach Zoige zu fahren und am nächsten Tag den Bus nach Songpang zu nehmen. Dieses Dorf ist bereits etwas tiefer und sollte nicht mehr so kalt sein.

Fazit China – Gansu:

Das Hochplateau mit Tibetern ist Landschaftlich und kulturell sehr schön. Die Tibeter können ganz freundlich aber auch hart sein. Allgemein sind uns aber sehr freundliche Menschen begegnet unabhängig der Bevölkerungsgruppe. Der Mix der verschiedenen Religionen und Minderheiten machen das Reisen hier sehr interessant.



 

Gefahrene Kilometer

10131km

nachgeführt am: 24.10.2011

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