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China – Sichuan – China im Urlaub - Seite 3

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China – Sichuan – China im Urlaub
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Chengdu ist nicht die schönste Stadt aber gemütlich. Die Tage vergehen sehr schnell. Als kleines Geschenk kaufen Chris und ich uns gegenseitig neue Kopfhörer. Beide vermissen wir es auf einer guten Soundanlage Musik zu hören. Nun kommen wir dem etwas näher. Am zweiten Tag treffen wir die Jungs wieder. Wir schaffen es eine Rechnung zu bezahlen. Besuchen aber noch ein zweites Restaurant, wo wir wieder keine Chance haben. Dies gehöre zur Gastfreundschaft der Chinesen. Die Verabschiedung der Jungs dauert ca. eine halbe Stunde. Chris wird immer wider umarmt. Es ist wirklich emotional (-;

Nachdem sie schlussendlich losgefahren sind schauen wir uns noch im Tibetischen quartier der Stadt um. Plötzlich taucht ein bekanntes Gesicht auf, Maren. Sie und Thorsten sind in einem Hostel gleich um die Ecke. Gemeinsam verbringen wir viele gemütliche Abende in Chengdu. Pingpong, tögele, Billiard und Quizabend im Hostel. Auch fahren wir gemeinsam in die Panda Forschungs- und Zuchtstation. Diese Bären sind einfach knudelig. An einem Abend besuchen wir eine touristische Strasse, die Jinli. Eine neue Strasse im alten Stil gebaut. Sehr hübsch aber das Bier kostet hier zwischen 200 und 500 (Fr. 70.-) Yuan. Im Hostel sind es 5 Yuan (Fr. 0.70)! Es gibt sie also, die reichen Chinesen! Am Sonntag besuchen wir den PublicPark. Die Leute Singen und Tanzen, Spielen und trinken Tee. Ein geselliger Ort. Zwar nicht unbedingt ruhig. Die Musik ist ein sehr lautes durcheinander. Die Chinesen mögen es laut. Laute Hupen und laute Stimmen...

Maren wurde an einem Busbahnhof die Lenkertasche gestohlen. Ich gebe ihr meine, brauche sie ja nicht mehr und so habe ich ein Gepäckstück weniger im Zug. Und trotzdem fällt es mir schwer diese Tasche, die mit mir gereist ist, weg zu geben. So doof!

Damit ich besser mit dem Zug reisen kann, kaufe ich mir einen Rucksack und eine Troly für die Taschen. Schwer ist das Gepäck immer noch aber doch einfacher zum transportieren. Da der direkte Zug nach Guilin über längere Zeit ausgebucht ist, entscheide ich mich über Kunming zu reisen.

Eines Abends in der Hostel Bar taucht ein weiteres bekanntes Gesicht auf. Ich bin jedoch verunsichert. Emil ist schwer enttäuscht, dass ich ihn nicht erkannt habe. Haben wir doch in Istanbul ein paar Tage zusammen verbracht. Aber wo ist Oskar? Er hat sich in Kashgar entschieden die Reise abzubrechen und ist nun zurück in Schweden. Mit einem Foto aus Istanbul kann ich beweisen, dass sich Emil verändert hat. Ich glaube er verzeiht mir. Herbert aus Deutschland ist auch hier. Er kennt mich beim Namen, muss mir jedoch weiterhelfen. Wir hatten im Iran Mail Kontakt, haben uns knapp verpasst. Er ist ein Tourenfahrender der älteren Generation! Hatte vor kurzem einen Sturz und seinen Daumen gebrochen. Aber nein, es wird nicht aufgegeben, weiterfahren. Es ist immer wieder spannend die unterschiedlichen Leute aus der Bikefamilie kennen zu lernen. Iris und Regula zwei Radlerinnen aus der Schweiz habe ich leider in Chengdu knapp verpasst. Wir hatten per Mail Kontakt, sie mussten jedoch auf Grund der Visas weiter radeln.

Natürlich gibt es auch Arbeit: Wäsche waschen, Zeltaufhängen, Material flicken und ca. zum 100. mal in China das Velo putzen. Auch mein neues Hinterrad braucht ein paar Streicheleinheiten. Viele Speichen sind lose, das Rad läuft nicht ganz rund....

Nun ist es so weit, mein Zug fährt am 12. Okt. Richtung Kunming. Das Velo ist bereits unterwegs. Chris bleibt noch einige Tage in Chengdu. Er hat seine Visaverlängerung beantragt. Nun muss er eine Woche warten, das Visa läuft aber ab dem Tag der Beantragung. Ist doch sehr unlogisch, Chinesologisch vielleicht. So bleiben ihm nur drei Wochen um die ca. 2000 km bis nach Laos zu machen. Dort wird er vielleicht Maren und Thorsten wieder treffen.

Um 11.00 laufen wir los Richtung Bahnhof. In der Strasse vor dem Bahnhof befindet sich der Whole Market (Alles-Markt). Dies ist wohl der lebendigste Stadtteil. Wie in einem Bienenhaus wimmelt es von Menschen, Ware und Elektrorroller. Beim Tschüss sagen behalten wir die Sonnenbrille auf, es könnte ja Peinlich werden. Die Tränen kommen dann beim warten auf den Zug. Nun bin ich nach viereinhalb Monataen wieder alleine unterwegs. Es war eine tolle Zeit mit Chris. Hoffe er findet wieder jemanden zum weiter radeln. Sonst geht er womöglich noch verloren (so seine eigenen Worte).

Ich geniesse die Ruhe im Zug, dass letzte mal war mehr los. Aber man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. Beim ersten halt steigt eine Gruppe chinesischer Touristen ein. Es wird geschrien und gelacht. Am Abend, in der Nacht und am frühen Morgen (5.00Uhr). Nein es sind nicht Teenager... Schlimmer als eine Gruppe israelischer Touristen. Aber sie sind nett und bieten mir Hühnerfüsse zum knabbern an. Dankend muss ich ablehnen.

Fazit China – Sichuan:

Ich habe mich etwas vor Sichuan gefürchtet. Heisst es doch dort gäbe es das schärfste Essen. Dies habe ich trotz chinesischer Speisen zum Glück nicht gemerkt. Das Erdbeben hat die Region stark geprägt, viele Dörfer und Strassen sind neu. Der Panda ist "das" Tier in Sichuan.

 



 

Gefahrene Kilometer

10131km

nachgeführt am: 24.10.2011

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