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Zug Nr. 3 - Wagen Nr. 11 - Bett Nr. 14 - Seite 3

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Zug Nr. 3 - Wagen Nr. 11 - Bett Nr. 14
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Am Donnerstag Morgen fährt mein Zug Richtung Berlin. Weitere 24h Zugfahrt. Ich habe ein 4er Abteil für mich alleine. Es wird geheizt wie blöde. Ich frage die Zugführerin ob man die Heizung etwas zurückstellen kann. Ein "freundliches" Niet sagt alles. So schliesse ich meine Tür und sitze praktisch im Bikini im Abteil. Vielleicht ist dies die Russische Variante von Sauna.

Zu meiner Überraschung findet zwischen Russland und Weissrussland keine Grenzkontrolle statt. Erst an der Grenze zu Polen wird der Pass mehrmals kontrolliert. Auch das Fahrgestell wird wieder ausgewechselt So rüttelt und rumpelt es noch einmal bis um 02.00 Uhr in der Nacht.

In Berlin muss ich wieder zuerst Geld wechseln, dies hat in Russland nicht geklappt. Dann kommt mein Gepäck in zwei Schliessfächer und ich mache mich auf die Socken in Richtung Mauer. Schon wieder eine Mauer besichtigen. Das Mauer Denkmal ist sehr gut inszeniert und die Geschichten rund um die Mauer interessant. An den verschiedenen Weihnachtsmärkte kann ich mich etwas auf Weihnachten einstimmen. Bis jetzt habe ich das Weihnachts-tralli-tralla nicht vermisst. Auf dem Alexanderplatz macht eine Band Werbung für ihr Konzert und ich denke beim lauschen der Musik an Alex, welcher aus Berlin kam. Bettina, seine Freundin ist bereits wieder auf dem Velo, in Laos.

Der Zug Richtung Basel fährt um 22.14. Ich habe ein Bett, kann aber trotzdem nicht viel schlafen. Bin doch etwas nervös wieder Zuhause anzukommen. Am Morgen heisst es nur noch zwei Mal umsteigen, bis ich meine Familie in Burgdorf wieder treffe.

Nun muss ich mich noch drei Wochen gedulden, bis mein Velo mit Mching und Günti in die Schweiz fliegt. Freue mich auf das Wiedersehen.

Vielen Dank für das Lesen meiner Berichte, hoffe wir sehen uns spätestens an einer meiner Präsentationen in der Schweiz.

Fazit Transsib:

Schöne Winterlandschaften, die glustig auf mehr machen. Möchte unbedingt mehr Zeit am Baikalsee und in der Mongolei verbringen. Moskau finde ich sehr sehenswert und Berlin auch. Der Aufenthalt in Chinas grossen Städten und die langsame Rückreise mit dem Zug haben sicher zur Vermeidung eines Kulturschocks bei der Rückkehr beigetragen.



 

Gefahrene Kilometer

10131km

nachgeführt am: 24.10.2011

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